Die Aktien der Wiesbadener Immobilienbank kamen wie auch der Gesamtmarkt 2011 ordentlich unter die Räder. Nach einem guten Auftakt mit einem Jahreshoch Anfang März bei rund 27 Euro fiel die Aktie Anfang August unter die wichtige Unterstützung bei rund 18,50 Euro. Die Abgaben unter erhöhtem Volumen zogen sich bis Ende September hin. Das Tief markierte die Aktie schließlich bei knapp neun Euro – rund 66 Prozent unter dem wenige Monate zuvor erreichten Jahreshoch. Der Kurs blieb aber nur sehr kurz in der Einstelligkeit. Ende Oktober erfolgte ein Retest am Widerstand bei 16,70 Euro (100-Tage-Linie), der zunächst scheiterte und zu einem erneuten Kursrutsch bis auf elf Euro führte. Bis zum Jahreswechsel erholte sich die Notiz und startete Anfang Januar mit einer dynamischen Aufwärtsbewegung ausgehend von 13 Euro (Unterstützung durch 100-Tage-Linie) die derzeit noch laufende Rally.
Das Oktober-Hoch wurde inzwischen während einer Konsolidierungsphase in der zweiten Januarhälfte erfolgreich übersprungen. Zudem notiert die Aktie erstmals seit Juli wieder über der fallenden 200-Tage-Linie bei aktuell 16,70 Euro, was zuletzt weitere Käufer in den Titel zog. Auf dem Prüfstand steht nun erneut der Bereich im 18,50 Euro, der allerdings inzwischen einen Rollentausch vollzogen hat und sich als recht hartnäckiger Widerstand erweisen dürfte.
Nach Kursgewinnen von 40 Prozent erscheint ein Bruch der Marke zumindest im ersten Anlauf eher unwahrscheinlich. Auch die Indikatoren deuten nun eher auf eine Konsolidierung mit Kursverlusten. Der MACD notiert inzwischen auf einem Niveau wie im Oktober 2009 oder November 2010 (rote Kreise), als es wenig später zu deutlichen Verlusten kam. Auch der DSS Bressert verliert an Schwungkraft und könnte bald ein Verkaufssignal generieren.
Für Anleger ergeben sich daher zwei Strategien: Sollte die Aareal-Aktie ihre Dynamik beibehalten und es auf Tagesschlusskursbasis zu einem Bruch des Widerstandes kommen (Kurse über 18,80 Euro), kann kurzfristig auf weitere Gewinne bis 20,50 Euro spekuliert werden. Wegen des überhitzten Marktzustandes ist das Korrekturrisiko aber recht hoch. Vorteilhafter erscheint hingegen, die wohl anstehende Konsolidierung abzuwarten und bei einem Test der Unterstützung im Bereich um 16,80 Euro einzusteigen. Der Stoppkurs kann zwölf Prozent tiefer bei rund 14,80 platziert werden.
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