In den Jahren 2009 und 2010 gehörte die Aktie von
Wacker Chemie zu den Lieblingen der deutschen Anleger. Die Notierung zog damals deutlich an. 2011 kam jedoch die Ernüchterung: Anteilsscheine des Chemieunternehmens halbierten sich im Wert. Während vor einem Jahr noch rund 140 Euro pro Aktie gezahlt werden musste, sind es aktuell nur noch knapp 70 Euro.
Aus charttechnischer Sicht hatte sich bei der Aktie ein lupenreiner Abwärtstrend ausgebildet. Erst im Dezember 2011 fiel
Wacker Chemie auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 56,87 Euro. Seitdem konnte sich das Wertpapier allerdings ordentlich erholen. Am ersten Handelstag des neuen Jahres schaffte die Aktie sogar den Sprung über die kurzfristige Abwärtslinie. Der Kursanstieg stoppt erst im Bereich der Widerstandszone bei rund 70 Euro.
Auch wenn sich mit dem Anstieg der vergangenen Tage das kurzfristige Chartbild von
Wacker Chemie bereits aufgehellt hat, sollten Anleger dennoch nicht voreilig in Kauflaune verfallen. Mittel- bis langfristig gilt ein Investment in der Aktie weiterhin als sehr risikoreich. Anleger sollten zunächst weitere Signale abwarten. Erst mit der nachhaltigen Überwindung der Widerstandszone bei 70 Euro würde die Aktie ein Kaufsignal liefern. Konservative Anleger können auch zunächst den Bruch der Widerstandszone bei rund 84 Euro abwarten.
Spätestens dann würde es für den Chemiewert allerdings wieder rosig aussehen. Nach den herben Kursverlusten der vergangenen Monate könnte
Wacker Chemie im Jahr 2012 ein fulminantes Comeback hinlegen. Die Aktie gehört auf jede Beobachtungsliste.
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