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Favorit des Tages Beste Aussichten für den Krisen-Profiteur

[11:04, 01.02.12]


Ressourcen- und Prozessoptimierung sowie Kosteneinsparung sind immer ein Thema, vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Atoss hat sich für diesen Nischenmarkt profitabel positioniert und bietet entsprechende Lösungen. Die Aktie könnte schon bald zünden.


ATOSS Software
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
kaufen
Risiko
hoch
WKN
510440
Börsenwert
63,44 Mio €
KGV 12e
11,94
Aktueller Kurs
21,15 €
Kurs Erscheinungstag
18,45 €
Ziel
23 €
Stopp
15,90 €
Veränd. z. Vortag
1,43 %

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Kostenoptimierung, vor allem bei den Personalausgaben, dürfte in jedem Unternehmen weit oben auf der Prioritätenliste stehen. Dies gilt besonders für große und hochspezialisierte Konzerne, bei denen Hunderte von Arbeitszeitmodelle, unterschiedlichen Tarifgehälter und die jeweilige Qualifikation der Arbeiter unter dem Aspekt der Kosteneffizienz miteinander verknüpft werden müssen. Atoss hat sich in diesem profitablen Nischenmarkt inzwischen fest etabliert. Das Unternehmen entwickelt und verkauft die entsprechende Software und Lösungen, mit der sich nach eigenen Angaben Personalkosten von 16 bis 66 Euro pro Monat und Mitarbeiter einsparen lassen. Relativ betrachtet sinken durch den Einsatz von Personalplanungssoftware die Personalkosten um rund 15 Prozent, der Planungsaufwand sogar um bis zu 70 Prozent. Argumente, die Atoss vor allem im Hochlohnland Deutschland sehr in die Karten spielen. Herrscht zudem noch ein konjunkturell schwieriges Umfeld, floriert das Geschäft um so mehr.

In der Bilanz für das vergangene Jahr lässt sich der Erfolg des Geschäftsmodells deutlich ablesen. Das Unternehmen verzeichnete zum sechsten Mal in Folge ein moderates Wachstum und präsentierte erneut Rekordzahlen. Auf Basis vorläufiger Daten steigerte der Spezialist für Workforce Management den Umsatz von 29,3 Mio. Euro in 2010 um rund acht Prozent auf 31,6 Mio. Euro. Damit lag das Umsatzwachstum erneut über dem vom Branchenverband Bitkom veröffentlichten Marktniveau von rund fünf Prozent. Vor allem im Zeitraum von Oktober bis Dezember ging es noch einmal deutlich aufwärts. Während die Erlöse in den ersten drei Quartalen unter acht Mio. Euro lagen, gingen im letzten Viertel 8,2 Mio. Euro durch die Bücher – zugleich der höchste Quartalsumsatz seit Gründung im Jahr 1987. Hauptstandbein des Unternehmens ist der Bereich Software mit einem Anteil von 60 Prozent am Gesamtumsatz . Die Softwarewartung steuert 38 Prozent zu den Erlösen bei und liegt mit 3,1 Mio. Euro im Abschlussquartal inzwischen deutlich über dem Vorjahreswert.

Höhere Dividende in Sicht

Unterm Strich blieben auf Ebit-Basis 2011 7,3 Mio. Euro hängen. Im Vergleich zum Umsatz kommt Atoss damit auf eine ordentliche Ebit-Marge von 23 Prozent. Trotz erhöhter Investitionen konnte somit die gute Ergebnisqualität des Vorjahres gehalten werden. Das Nettoergebnis wird voraussichtlich bei 5,7 Mio. Euro liegen, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Beruhigend ist zudem die deutliche Zunahme der liquiden Mittel von ebenfalls 18 Prozent auf jetzt 24,9 Mio. Euro.

In welchem Umfang Aktionäre an dem verbesserten Ergebnis teilhaben werden, dürfte wohl erst auf der Bilanzaufsichtsratssitzung am 6. März zu erfahren sein. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte das Unternehmen mit seinen 269 Mitarbeitern ein Ergebnis je Aktie von 1,21 Euro. Entsprechend einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent erhielten die Aktionäre eine Dividende von 0,60 Euro. Im vergangenen Jahr blieben 1,43 Euro pro Aktie hängen, entsprechend könnte die Dividende bei unveränderter Ausschüttungspolitik um 0,10 Euro auf 0,70 Euro steigen. Auf Basis des aktuellen Kurses von 18,50 Euro entspricht dies einer Dividendenrendite von 3,8 Prozent. Für einen Small Cap, der nur rund 76 Mio. Euro auf die Börsenwaage bringt, ein attraktiver Wert. Die Hauptversammlung ist für den 20. April terminiert.

Hoher Auftragseingang

Die Aussichten für das neue Geschäftsjahr sind ausgesprochen gut. Ende 2011 lag der Auftrageingang bei Softwarelizenzen bei 6,9 Mio. Euro und damit rund neun Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand erreicht zum Jahresende mit 3,3 Mio. Euro rund sieben Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Der Branchenverband Bitkom rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg der Softwareausgaben in Deutschland von 5,2 Prozent auf 17 Mrd. Euro.

An der Börse fiel die Reaktion auf die Zahlen dennoch sehr verhalten aus. Dies lag an der eher zurückhaltenden Einschätzung des Managements, im laufenden Jahr ein „moderates Umsatzwachstum auszuweisen“. Zudem ist bei der Marge wohl nicht viel zu erwarten. Atoss will weitere Investitionen mit Schwerpunkt im Vertriebsbereich tätigen, um so neue Wachstumspotenziale im Workforce Management zu erreichen. Die wichtigen Zukunftsinvestitionen drücken natürlich auf die Marge – der Vorstand geht dennoch davon aus, diese „gesichert über 20 Prozent zu halten. Die Experten von Warburg Research sind von der Aktie weiterhin überzeugt und erhöhten das Kursziel von 22 auf 24,50 Euro.

Widerstand unter Druck

Neben der fundamentalen Entwicklung lohnt sich bei Atoss aber auch ein Blick auf den Kursverlauf. Zwar ist die Aussagekraft der Charttechnik bei Small Caps generell eingeschränkt. Bei Papieren wie Atoss dürfte der Einfluss aber dennoch nicht unterschätzt werden. Die Aktie testet derzeit den hartnäckigen Widerstandsbereich zwischen 18,30 bis 19 Euro und konnte diesen auch nach dem jüngsten Ausbruch kurzzeitig überwinden. Spätestens ab Kursen um 20 Euro wäre der Deckel aufgelöst – und die Aktie würde auf dem höchsten Stand sei dem Jahr 2000 notieren. Nach unten wird das Risiko mit einem Stopp bei 15,90 Euro begrenzt.


Kursinformationen + Charts

Unternehmen ISIN Aktuell Veränderung Details
ATOSS Software DE0005104400 21,15 + 1,43 %  Detailinformationen

 

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