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Royal Bank of Scotland wird vom Steuerzahler gestützt. Nach heftiger Kritik an einer Prämie für ihren Vorstandsvorsitzenden lehnt Stephen Hester das Aktienpaket ab. Er folgt damit dem Beispiel des Aufsichtsratschefs.
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Der Aufsichtsrat der Bank hatte Hester für 2011 zuzüglich zu seinem festen Gehalt 3,6 Millionen Aktien als Leistungszulage angeboten. Ihr Wert lag zum Zeitpunkt der Entscheidung am Mittwoch bei rund 960.000 Pfund. Allerdings hätte Hester das Aktienpaket erst Ende 2014 vollständig verkaufen dürfen. Die Zeitung "Guardian" schreibt, trotz seines Verzichts könnte der Bankchef über längerfristige Vergütungspläne noch Millionen an Aktien erhalten.
Finanzminister George Osborne nannte Hesters Entscheidung "vernünftig und
willkommen". Der Bankchef müsse sich nun darum kümmern, "die
Milliarden Pfund an Steuergeldern zurückzubekommen, die in die
RBS
gesteckt wurden". Die Regierung stützte die Bank in der Krise mit 46 Mrd. Pfund. Seither hat sich der Aktienkurs etwas erholt, die verbleibenden Verluste für die Steuerzahler belaufen sich nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf 24 Mrd. Pfund.
Opposition macht Premier Cameron mitverantwortlich
Die Oppositon kritisierte den Umgang der Regierung mit den Bonuszahlungen. Der konservative Premier David Cameron hätte die Prämie von vornherein verhindern müssen, sagte der Chef der Labour-Partei, Ed Miliband. Es sei eine Schande, dass ein "schwacher, realitätsferner
David Cameron nicht begriffen hat, dass er das Richtige tun und sich
für die Interessen des britischen Volkes einsetzen müsste".
Die Regierung hatte argumentiert, ein Eingriff in die Beschlüsse des RBS-Aufsichtsrats könnte die Bank destabilisieren. Zudem sei die Vergütungsstruktur noch unter der im Mai 2010 abgewählten Labour-Regierung beschlossen worden.
Hester war für den Niedergang der
RBS nicht verantwortlich, hat den Mitarbeitern seit seinem Amtsantritt im Herbst 2008 aber einen harten Sparkurs zugemutet: In den vergangenen drei Jahren wurden rund 50.000 Stellen gestrichen. Das Geldhaus hatte sich zu Beginn der Finanzkrise mit der Übernahme der niederländischen
ABN Amro übernommen.
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