Bei Süss Microtec schwächeln die Aufträge. Der Chipzulieferer hofft aber auf Wachstum durch moderne Kommunikationsgeräte.
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Der Auftragseingang werde im vierten Quartal nicht wie zuvor erwartet 30 bis 40 Mio. Euro erreichen, sondern nur 20 bis 25 Mio. Euro. "Der insgesamt schwache gesamtwirtschaftliche Ausblick führte im vierten Quartal zu einem zurückhaltenden Bestellverhalten der Kunden", räumte der Anlagenhersteller ein.
Die Aktie verlor an jenem Dezembertag um rund zwölf Prozent an Wert und sackte weiter ab bis auf 5,57 Euro. Mittlerweile erholt sich das Wertpapier wieder - bei einem Kurs von 7,20 Euro notiert der TecDAX-Titel höher als vor Weihnachten. Dennoch: Auf ein Jahr gesehen steht immer noch ein Minus von rund 30 Prozent zu Buche.
Dabei hat der Chipzulieferer den Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 um rund 35 Prozent auf 130,6 Mio. Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte gar um 75 Prozent auf 14,7 Mio. Euro zu. "Für 2012 wird es schwierig, Umsatz und Ergebnis von 2011 zu wiederholen", sagt Felix Gode von GBC Investment Research. Die Halbleiterbranche ist insgesamt sehr zyklisch. Wenn die Konjunktur schwächelt, verlieren diese Aktien besonders. Trotzdem könnte der Wert für Anleger Chancen bieten. "Bei Süss haben wir Wachstum, das auch unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung stattfindet: Wir haben einen Technologiewechsel hin zu Smartphones und Tablets", sagt Gode.
Diese modernen Geräte bilden einen der großen Zukunftsmärkte für das Unternehmen aus dem bayerischen Garching. Als einer von wenigen Herstellern weltweit fertigt Süss Maschinen zum Bau von Chips in 3-D-Bauweise, in der die Halbleiter nicht nur nebeneinander, sondern auch übereinander angeordnet werden. Das spart Platz und ermöglicht höhere Leistungen. "In den kommenden zwei bis drei Jahren wird vor allem diese sogenannte Substratbonder-Technologie deutliche Volumina bringen. Das wird einen positiven Beitrag auf das Ergebnis haben", sagt Gode. Bislang ist der Bereich noch der kleinste bei Süss. "Mittelfristig wird das Unternehmen durch die Substratbonder ein extrem gutes Ergebnis liefern. Das sollte dann die Aktie deutlich beflügeln", erwartet Analyst Malte Schaumann von Warburg Research.
Bis dahin müssen Anleger geduldig sein. Aber immerhin: "Es ist trotzdem kein Katastrophenjahr zu erwarten. Das Ergebnis wird 2012 im positiven Bereich liegen", sagt Schaumann. Auf Dividendeneinnahmen müssen Investoren vorerst verzichten. Wie in den vergangenen Jahren wird es wohl auch in absehbarer Zeit keine Ausschüttung geben. "Das Unternehmen verfügt zwar über Cash. Ich gehe aber davon aus, dass es für potenzielle Akquisitionen in der Kasse gehalten wird", meint Schaumann.
Für langfristige Anleger mit Risikobereitschaft ist die Aktie einen Kauf wert. Kurzfristig unterliegt der Wert aber starken Schwankungen.
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Risiko: Hoch
WKN: A1K 023
Kurs: 7,20€
KGV 2012e: 20,8
Kursziel: 9,50 Euro
Stoppkurs: 5,60 Euro
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