Die Leidenszeit für die Aktionäre von Borussia Dortmund geht in die Verlängerung. Eine Dividendenzahlung ist vorerst kein Thema. Auch der Aktienkurs befindet sich inzwischen im Keller.
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Bereits neun Jahre sind seit dem Börsengang des Fußball-Bundesligisten vergangenen – aber auf eine Dividende müssen die BVB-Aktionäre weiterhin warten. Eine Dividendenzahlung sei erst dann sinnvoll, wenn der Verein sich sportlich wieder international etabliere und
substanzielle Überschüsse realisiert würden, heißt es in dem am Dienstag der Hauptversammlung vorgelegten Bericht für das Geschäftsjahr 2008/09 (30. Juni). Durchhalteparolen kamen von Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des BVB, der den Verein auf einem langen und steinigen Weg zurück zum Erfolg sieht.
Tiefrote Bilanz
Im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 meldete der einzige börsennotierte Fußball-Klub Deutschlands einen Verlust von 5,9 Millionen Euro. Als Begründung verwies Watzke auf die sportliche Talfahrt – der Club war bereits früh im DFB-Pokal und UEFA-Pokal ausgeschieden und musste damit auf die lukrativen Einnahmen durch Fernsehen und Sponsoren verzichten. Dennoch gab es auch Licht am Ende des Tunnels: Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 114,7 Millionen Euro zum, die Schulden wurden um acht auf 61 Millionen Euro reduziert.
Für das laufende Jahr rechnet der BVB mit einem positiven operativen Konzernergebnis. Man sei zuversichtlich, beim Umsatz mehr als 100 Millionen Euro zu erreichen.
Aktie im Börsenkeller
Im Herbst 2000 konnten Fans die Papiere für jeweils elf Euro erwerben. Seitdem ging es mit der Notierung aber nahezu kontinuierlich Richtung Süden. Ende 2008 rutschte die Aktie erstmals unter die Marke von einem Euro, konnte sich dann aber noch einmal kurz berappeln. Im Mai 2009 sorgten noch einmal Hoffnungen über eine Teilnahme am UEFA-Pokal, der heutigen UEFA Europa League für einen kleinen Kurssprung. Inzwischen scheint der Wert aber dauerhaft unter der ein-Euro-Marke zu bleiben und steuert das bisherige Rekordtief bei 0,82 Euro an.
Mehrere Aktionärsvertreter äußerten sich sogar zufrieden. "So schlecht wie es anderen Vereinen geht, geht es Borussia Dortmund nicht", sagte Stefan ten Doornkaat von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Watzke verwies als Begründung für die schwache Entwicklung vor allem auf den Ausstieg institutioneller Investoren. In den vergangenen beiden Jahren seien rund 17 Millionen Anteilsscheine abgestoßen worden.
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