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Hinweise auf Absprachen Schweizer Kartellamt ermittelt gegen Großbanken

[09:31, 03.02.12]


Die Wettbewerbskommission hat Hinweise auf Zinsmanipulationen durch Großbanken bekommen. Sie nimmt die  UBS,  Credit Suisse und einige weitere Geldinstitute unter die Lupe - darunter auch die  Deutsche Bank.


UBS N
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
WKN
UB0BL6
Aktueller Kurs
9,14 €
Veränd. z. Vortag
-1,41 %

Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) eröffnet eine Untersuchung gegen die heimischen Großbanken  UBS und  Credit Suisse sowie zehn ausländische Finanzinstitute. Anlass seien Hinweise auf Kartellabsprachen, teilten die Wettbewerbshüter am Freitag mit. Laut einer Selbstanzeige hätten Banken die Referenzzinssätze Libor und Tibor manipuliert. Ähnliche Ermittlungen laufen bereits seit einigen Monaten in der EU, den USA und Japan.

Die Referenzzinssätze bilden ab, zu welchen Konditionen die Banken einander Geld leihen. Das Kürzel Libor steht für London Interbank Offered Rate, bezieht sich also auf den Londoner Interbankenmarkt. Der Tibor ist der Referenzzinssatz für den Interbankenmarkt in Tokio. Da beide von Bankenvereinigungen durch Umfragen bei ihren Mitgliedern ermittelt werden, könnten Absprachen zwischen einzelnen Instituten zu einer Verfälschung der Sätze geführt haben. Daneben sollen sich Derivatehändler der verdächtigen Banken über die Differenz zwischen den Ankaufs- und Verkaufskursen von Derivaten abgesprochen haben.

Von der Untersuchung betroffen sind neben den großen Schweizer Geldhäusern die  Deutsche Bank, die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ,  Citigroup,  HSBC Holdings,  JP Morgan Chase,  Mizuho Financial Group, Rabobank Groep,  Royal Bank of Scotland Group,  Société Générale, Sumitomo Mitsui Banking Corporation sowie weitere Finanzintermediäre.

Bereits im vergangenen März waren ähnliche Untersuchungen in den USA, Großbritannien und Japan bekanntgeworden. Seit Herbst untersucht zudem die EU-Kommission, ob auch der für den Interbankenmarkt der Euro-Zone relevante Referenzzinssatz Euribor manipuliert wurde. Im Zuge einer Razzia der EU-Wettbewerbshüter im Oktober wurden unter anderem Büros der  Deutschen Bank in London durchsucht.


Kursinformationen + Charts

Unternehmen ISIN Aktuell Veränderung Details
UBS N CH0024899483 9,14 -1,41 %  Detailinformationen
Deutsche Bank N DE0005140008 29,06 -1,07 %  Detailinformationen

 

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