Die Märkte sind zu volatil: Die Münchener Büroimmobilienfirma sagt ihren für Freitag geplanten Gang an die Börse kurzfristig ab. Kein gutes Vorzeichen für die Modekette Adler, die am Mittwoch erstmals gehandelt wird.
Der Schritt sei ausgesetzt, teilte Prime Office mit, ohne einen Zeitrahmen für einen neuen Anlauf anzugeben. Die Titel waren in einer Preisspanne von 7,00 bis 9,50 Euro zum Kauf angeboten worden. Am Freitag sollten die Aktien erstmals gehandelt werden.
Prime Office hatte im Jahr 2007 14 Büroimmobilien aus Fonds des Münchner Emissionshauses DCM Deutsche Capital Management übernommen, um als steuerbegünstigter Immobilientrust (REIT) an die Börse zu gehen. Damals kam die Finanzkrise dazwischen. Jetzt ist auch der neue Anlauf erstmal gestoppt.
Börsengänge stehen derzeit weltweit unter einem schlechten Stern. In Frankfurt musste zuletzt der Modekonzern Adler Zugeständnisse machen, dessen Aktien erstmals am Mittwoch gehandelt werden: Adler verlängerte nicht nur die Zeichnungsfrist. Es wurde auch nur ein Teil der angebotenen Aktien verkauft - und das mit 10 Euro zum niedrigsten Preis der Zeichnungsspanne.
Europaweit haben bislang in diesem Jahr bereits mindestens 16 Unternehmen ihre Pläne für einen Börsengang zurückgenommen.
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