Von Katarina Grimm, Gereon Kruse



Neu gebaute Stadien oder spektakuläre Spielertransfers: Den Bundesligisten fehlt oftmals das Eigenkapital, um personelle Lücken im Kader zu füllen oder aus maroden Sportstätten moderne Arenen zu machen. Angesichts der Finanzkrise gehen die Banken mit Krediten für Sportvereine zurückhaltender um – zu groß ist das Ausfallsrisiko bei schwächelnder sportlicher Leistung und damit einhergehenden sinkenden Einnahmen.
Durch eine Fan-Anleihe, also eine Schuldverschreibung, die vor allem für treue Fußballanhänger gedacht ist, kann der Verein seine Finanzen aufstocken. Aus Sicht der Clubs sind diese Anleihen eine interessante Alternative, schließlich können sie bei größeren Investitionssummen nun auch auf die finanzielle Unterstützung der Fans setzen. Fußballanhänger zeichnen die Bonds meist aus Zugehörigkeit zum Verein – und weniger als attraktive Anlage. Denn ob die Anleihe zurückgezahlt wird, hängt vom sportlichen Erfolg der Mannschaft ab. Durch Verletzungen der Leistungsträger, aber auch unternehmerisches Versagen, droht teilweise schnell das Insolvenzrisiko.
Pünktlich zum Rückrundenstart stellt BÖRSE-ONLINE die Anleihen der Bundesligisten vor, die zwar risikoreich sind, aber als Liebhaberstücke beachtliche Summen in die Kassen der Vereine gespült haben. Denn die liebevoll arrangierten Schmuckurkunden sind dem treuen Vereinsanhänger jeden Euro wert, auch wenn die Rückzahlung nicht gesichert ist.


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