Deutschlands Großkonzerne wenden sich gegen einen Austritt Deutschlands aus der Gemeinschaftswährung. Gegenüber Reuters unterstrich Siemens-Chef Peter Löscher die Bedeutung des Euro. "Der Euro ist extrem wichtig für die europäische Industrie", erklärte er. "Eine Rückkehr zur D-Mark wäre verheerend", betonte auch BMW-Finanzchef Friedrich Eichiner. "Wir sollten alles tun, um zu vermeiden, dass es soweit kommt."
Daimler-Chef Dieter Zetsche stärkte den Euro-Rettern den Rücken. Sein Haus sei weiterhin für einen Erhalt der Gemeinschaftswährung und dafür, dass Deutschland Teil der Eurozone bleibe, bekräftigte ein Konzernsprecher die Haltung des Autoriesen. Auch Post-Chef Frank Appel hatte immer die Bedeutung des Euro für die deutsche Wirtschaft betont. "Was immer die Euro-Rettung kosten wird, es wird weniger sein als das, was der Euro Deutschland und Europa gebracht hat und weiter bringen wird. Gerade Deutschland hat große Vorteile durch den Euro. Europa braucht eine gemeinsame Währung, um im Wettbewerb mit Amerika und Asien zu bestehen."
Auch die
Deutsche Telekom sieht im Euro Vorteile, die es zu erhalten gilt: "Eine Schätzung von McKinsey kam zu dem Ergebnis, dass rund 165 Mrd. Euro des deutschen Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2010 auf den Euro zurückzuführen ist. Und seit der Einführung des Euro sind in der Eurozone rund neun Millionen Arbeitsplätze zusätzlich entstanden. Das sind klare und messbare Argumente für einen starken und stabilen Euro", erklärte der Bonner Konzern.
Empfehlen