Nach Jahren des Erfolgs will das französische Investmenthaus Carmignac ein Büro in Frankfurt eröffnen. Mehr Präsenz kann nicht schaden, denn beim Carmignac Patrimoine werden Anleger nervös: Der rund 25 Mrd. Euro schwere Fonds präsentiert sich weiter schwach. Seit Anfang des Jahres hat er rund fünf Prozent verloren, auf Jahressicht beträgt das Minus 7,2 Prozent. Die Experten von Feri Eurorating stuften den Carmignac Patrimoine von „A“ (sehr gut) auf „B“ (gut) herunter. Bei Morningstar hat der Fonds weiterhin fünf Sterne.
Grund für die mäßige Performance des Megafonds ist maßgeblich das hohe Engagement in Schwellenländern - ein Schwerpunkt, der sich in der Vergangenheit bewährt hatte. Der flexible Mischfonds investiert sowohl in Aktien als auch in Unternehmens- sowie Staatsanleihen aus Emerging Markets. Ende April lag die Schwellenländerquote bei 32 Prozent. Zudem hat der Patrimoine stark in Rohstofftitel angelegt. Beides hat Rendite gekostet.
Die Fondsmanager Edouard Carmignac und Rose Ouahba agieren sehr flexibel und waren lange äußerst erfolgreich. Da das Produkt in der Vergangenheit bereits Schwächephasen durchlaufen und sich wieder berappelt hat, erscheint es ratsam, die bestehende Positionen vorerst nicht zu verändern und abzuwarten.
Der Carmignac Portfolio musste seit Jahresanfang Mittelabflüsse von etwa 1,4 Mrd. Euro hinnehmen. Das Fondsvermögen reduzierte sich von Januar bis Mai von 28 Mrd. Euro auf 25,3 Mrd. Euro (inklusive Wertveränderung).
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