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Wachstum in Schwellenländern Das Milliardenspiel mit der Demografie

[11:21, 28.11.11]

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Der Trend spricht für Aktienfonds, die vom demografischen Wandel profitieren wollen. Anleger brauchen aber Geduld.


Weltkarte

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Allmählich wird es eng auf der Erde - zumindest dort, wo Menschen dauerhaft leben können. Mit Danica May Camacho, einem auf den Philippinen geborenen Mädchen, konnte die Erdbevölkerung Ende Oktober ihren siebenmilliardsten Mitbewohner begrüßen. Gleichzeitig werden die Menschen aber auch immer älter. Wie etwa Besse Cooper. Die 115-jährige US-Amerikanerin gehört zu den ältesten noch lebenden Menschen.

Für die Manager von Demografiefonds dürften solche Informationen von einigem Interesse sein. Diese Spielart der Themenfonds versucht, vom demografischen Wandel zu profitieren - sowohl von der wachsenden Bevölkerung in Schwellenländern als auch von der Vergreisung der Industriestaaten.

Die Idee, die hinter diesen Fonds steckt, klingt gut. "Der demografische Wandel ist ein Megatrend. Er spielt sich weltweit ab und ist sehr gut prognostizierbar", sagt Hans-Jörg Naumer, Kapitalmarktanalyst beim Fondsanbieter  Allianz Global Investors (AGI). Gut prognostizierbar heißt in diesem Fall, dass zur Bevölkerungsentwicklung stets konkrete und aktuelle Zahlen vorliegen. Nicht nur deshalb ist Naumer von den Fonds überzeugt: "Der demografische Wandel wird früher oder später alle Lebensbereiche durchdringen. Man sollte in Werte investieren, die von diesem Wandel profitieren."

Die Entwicklung in vielen Schwellenländern scheint diese These zu stützen. Parallel mit der Bevölkerung wächst der Wohlstand, entsteht eine riesige, wirtschaftsstarke Mittelschicht. Vor diesem Hintergrund setzen Manager von Demografiefonds auf Unternehmen, die vom steigenden Konsum in den aufstrebenden Staaten profitieren. Gleiches gilt für Firmen aus dem Rohstoffsektor. Der Rohstoffhunger in den Schwellenländern wird auch in den kommenden Jahrzehnten nur schwer zu stillen sein.

In Industrieländern wiederum dürfte der demografische Wandel einigen Branchen wie Pharma, Biotechnologie und Sicherheit zugutekommen. Ebenso Dienstleistungen im Pflegebereich oder in der Altersvorsorge. "Vom Spartrend in entwickelten Märkten profitieren auch einige Banken", sagt Charles Somers, Manager eines noch recht jungen Demografiefonds beim britischen Fondshaus Schroders.


 

© 2011 ftd.de, © Illustration: boerse-online.de

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