Internetbetrug
Betrügerische Immobilienangebote
Von Ilga FinkLaut Münchener Polizei, werden Verbrauchern derzeit vermehrt unseriöse Wohnungsangebote gemacht. Die Betrüger bieten vermeintlich sehr preiswerte Wohnungen in guten Wohngegenden auf bekannten Internetplattformen für Immobilienangebote an.
Meldet sich ein Interessent auf die Anzeige, erhält er von den Abzockern eine ausführliche Rückmeldung per E-Mail. Darin wird die günstige Miete erläutert, damit die potenziellen Mieter keinen Verdacht schöpfen. Als Begründung für den geringen Mietzins wird häufig angeführt, dass der Vermieter aus geschäftlichen Gründen unvorhergesehen ins Ausland verziehen musste und daher die Wohnung schnellstmöglich weitervermieten möchte. Um die Wohnung besichtigen zu können und um sicher zu sein, der „glückliche“ neue Mieter zu werden, muss der Interessent jedoch Miet- und Kautionszahlungen im Voraus leisten. Dabei wird ihm versichert, dass er seine Vorauszahlungen selbstverständlich zurück erhält, sollte ihm die Wohnung nicht gefallen. Begeistert von dem scheinbaren Schnäppchen, geht der Wohnungssuchende auf das betrügerische Angebot ein und überweist die geforderte Summe in den meisten Fällen per TNT oder mittels Banküberweisung auf ein Konto bei der Western Union. Eine Wohnungsbesichtigung findet nie statt. Die Wohnung existiert nicht und das überwiesene Geld ist in der Regel verloren. Die Masche ist nicht neu, bisher wurde sie jedoch hauptsächlich im Online-Autohandel angewandt.
Die Polizei München geht davon aus, dass sich die Täter bundesweit auf Ballungsräume wie München, Hamburg, Berlin und Frankfurt konzentrieren. Sie warnt davor, auf Angebote dieser Art einzugehen und rät, bei verdächtigen Anzeigen sofort Kontakt zu den jeweiligen Plattformbetreibern aufzunehmen. Auf keinen Fall, sollten sich Interessenten dazu drängen lassen, Vorauszahlungen dieser Art über Geldtransferunternehmen oder dubiose Treuhandunternehmen zu leisten.
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