EECH
Viel Hoffnung, wenig Substanz
Einen Rabatt bietet das Emissionshaus EECH aus Hamburg bis Ende Oktober bei der Zeichnung der Inhaber-Teilschuldverschreibung „Art Invest 2006“, vor der wir warnen: Der Geschäftsbericht 2005 offenbart große Schwachstellen.
EECH hebt das positive Betriebsergebnis hervor. Die stattlichen Zinsbelastungen bleiben dabei aber außen vor. Insgesamt weist der Konzern erneut einen Fehlbetrag aus. In den kommenden fünf Jahren werden Anleihen über 62,3 Millionen Euro fällig. Der Vorstand warnt, dass der Kapitaldienst die künftige Finanzund Ertragslage „nicht unerheblich belastet“. Falls die Planungen nicht oder zum Teil nicht erfolgreich umgesetzt würden, „gefährdet dies die Unternehmensfortführung“. Schockierend ist ein Vermerk der Wirtschaftsprüfer: Bei Forderungen über 41,4 Millionen Euro hänge die Werthaltigkeit „von der zukünftigen erfolgreichen Kapitalisierung“ der Schuldner ab. Die Summe entspricht 45 Prozent der bilanzierten Vermögenswerte. In hohem Umfang wurde damit Zukunft verbucht. Zudem hatte P & T – heute EECH – 2001 verkündet, der Bau eines Windparks in Griechenland sei genehmigt. Im Juni 2006 schrieb ein EECH-Anwalt an das Landgericht Hamburg aber, bis heute sei dies nicht der Fall. EECH teilt dazu mit, für einen Teil der Projekte habe es damals Baugenehmigungen gegeben.
© 2006 boerse-online.de, © Bild: dpa









Diesen Artikel bookmarken bei...