Madoff-Skandal
Anleger scheitert vor Gericht
Von Renate DaumVor dem Landgericht Innsbruck ist ein Anleger mit einer Klage gegen die Bank Austria gescheitert. Er warf ihr vor, den Hedge-Fonds Primeo initiiert zu haben, ohne darauf hinzuweisen, dass fast das ganze das ganze Fondsvermögen Madoff überlassen wurde. Damit sei er getäuscht worden, argumentierte der Kläger.
Bernard Madoff hatte lange Jahre stabile Wertzuwächse ausgewiesen, doch dann kam ans Licht, dass er das größte Schneeballsystem aller Zeiten betrieben hatte. Er wurde zu 150 Jahren Haft verurteilt.
Anleger muss mit Totalverlust rechnen
Die Richter folgten ihm dabei aber nicht. In dem Urteil, das der Financial Times Deutschland vorliegt, wiesen sie darauf hin, dass Hedge-Fonds frei entscheiden könnten, wo sie ihr Geld investieren. Die Bank Austria sei ihren Aufklärungspflichten voll nachgekommen. Ein Betrugsfall wie Madoff sei für alle Beteiligten unvorhersehbar gewesen.
Der Kläger hatte sich selbst als spekulativ veranlagt eingestuft. Wer in Hedge-Fonds investiere, müsse bereit sein ein hohes Risiko zu tragen und auch einen Totalausfall hinzunehmen, so das Gericht.
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