Phoenix-Pleite
Sonderverwalter beantragt
Von Tobias KaiserBei der Phoenix-Pleite wirft eine Gruppe von Vermögensverwaltern dem Insolvenzverwalter vor, die Kosten in die Höhe zu treiben. Dieser Antrag könnte die Entschädigung der Anleger verzögern.
Wie das Anlegermagazin ,Börse Online‘ in seiner neuen Ausgabe 44/2007 (seit dem 27. Oktober im Handel) berichtet, will eine Gruppe von Vermögensverwaltern beim zuständigen Amtsgericht Frankfurt einen Sonderinsolvenzverwalter für das Verfahren um den gescheiterten Phoenix Kapitaldienst beantragen. Die Phoenix-Pleite hat bei knapp 30.000 Anlegern rund 600 Millionen Euro Schaden verursacht.
Die Vermögensverwalter sind mit der Arbeit des jetzigen Insolvenzverwalters Frank Schmitt unzufrieden. „Der Gläubigerausschuss soll den Insolvenzverwalter überwachen, aber in diesem Fall tut er es nicht“, sagte Mark Ross, der die Gruppe vertritt, gegenüber Börse Online’. Die Vermögensverwalter werfen dem Insolvenzverwalter vor, die Kosten des Insolvenzverfahrens ungerechtfertigt in die Höhe zu treiben und ausstehenden Forderungen gegenüber Dritten nicht nachzugehen. Sollte das Amtsgericht Frankfurt der Sichtweise der Gruppe folgen, würde ein Sonderverwalter eingesetzt, der die Arbeit des Insolvenzverwalters sehr gründlich überprüfen würde.
Für die geschädigten Anleger dürfte sich das Verfahren dadurch verzögern. Die Entschädigungseinrichtung EdW, der die Gruppe der Vermögensverwalter angeschlossen ist, wird wohl mit der Auszahlung der 180 Millionen Euro Wiedergutmachung warten, bis Klarheit über den weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens besteht.
Der ausführliche Beitrag erscheint in der neuen Ausgabe von BÖRSE ONLINE am 25. Oktober. Wir haben Ihr Interesse geweckt? Dann schließen Sie doch gleich ein Probeabo ab. Informieren Sie sich in unserem » Abo-Shop.
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