BOERSE ONLINE
Suche

Serie: "VIP (Medienfonds)"



09:56, 17.02.10


VIP-Medienfonds

Anleger haken ihr Investment ab

Von Ute Göggelmann

VIP Medienfonds

© www.vip-medienfonds.de
VIP Medienfonds

Die meisten Anleger der Medienfonds VIP 3 und 4 zeihen einen Schlussstrich unter ihr Probleminvestment. Das zeigt die hohe Akzeptanz der aktuellen Vergleichsangebote unter den betroffenen Privatinvestoren. „95 Prozent von rund 1200 VIP-Anlegern, die wir vertreten, haben die Vergleiche angenommen“, sagt Jens-Peter Gieschen von der Kanzlei KWAG. Anwältin Katja Fohrer von der Kanzlei Mattil & Kollegen, die 300 VIP-Anleger vertritt, spricht von einer Zustimmung von 90 Prozent. Das Vergleichsangebot der Banken, darunter  Commerzbank und HVB, endet am 1. März 2010.

Etwa 10 000 Investoren hatten in den Jahren 2003 bis 2004 rund 750 Millionen Euro in die Fonds VIP 1 bis 4 eingezahlt. Angelockt wurden sie von einem vermeintlichen Steuervorteil sowie einer 100-prozentigen Absicherung der Einlage. Seit Frühjahr 2007 fordern die Finanzämter jedoch Steuernachzahlungen in Millionenhöhe. Auch von der 100-prozentigen Absicherung ist inzwischen keine Rede mehr. Tausende Anleger haben geklagt – und zuletzt häufig recht bekommen.

Zeichner sind genervt von dem Thema

Grund für die hohe Akzeptanz des Vergleichsangebots sei, dass die Zeichner von dem Thema VIP genervt seien und sie es endlich beenden wollen, sagte Fohrer. Das Angebot der Banken an die VIP-3- und VIP-4-Anleger sieht vor, dass sie zum Laufzeitende des Fonds ihr eingezahltes Kapital fast vollständig zurückerhalten. Anleger, die geklagt hatten, bekommen zudem eine Aufwandsentschädigung. Jedoch erhalten sie weder eine Rendite noch einen Inflationsausgleich. Auch das Agio und die versprochenen Steuervorteile sind verloren.

Daher weißt Fohrer darauf hin, dass Investoren teilweise noch mehr herausholen können, wenn sie klagen – zum Beispiel, wenn ein VIP-Anleger bereits einen Prozess in der ersten Instanz gewonnen hat.

Anwalt stört sich vor allem an zwei Punkten

Anwalt Dietmar Kälberer rät seinen Klienten, rund 800 VIP-Anlegern, meist zu einer Klage mit Verweis auf zehn Oberlandesgerichtsurteile, die zugunsten der Medienfondszeichner ausgegangen sind. Er kritisiert die Vergleichsangebote als „Mogelpackung“. Zwei Punkte stören ihn besonders: So könnte es ein Problem mit der Abgeltungsteuer geben, die die versprochene Auszahlungssumme schmälern würde. Außerdem gebe es keinen festen Auszahlungstermin für die Schlussabrechnung. Damit wisse der Anleger nicht, wann er tatsächlich sein Geld überwiesen bekomme. Gieschen, der den Vergleich mit der  Commerzbank maßgeblich ausgehandelt hat, hält diese beiden Punkte für keine Probleme. Anwältin Fohrer fordert für die Steuerthematik eine Klarstellung der Bank.


Seite 1 von 1




Diesen Artikel bookmarken bei...

BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Webnews weblinkr Yahoo MyWeb YiGG

© 2010 Börse Online = Börse Online, © Bild: www.vip-medienfonds.de


Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel


Ihre Meinung

Ich bin registrierter User und möchte mich anmelden »

Ihr Name
Ihre Email-Adresse (wird nicht veröffentl.)
Betreff
Ihr Kommentar


 





Newsletter Foren RSS-Feed

Impressum / Kontakt | AGB | Datenschutz | Abo-Shop | Online-Werbung | Print-Werbung

Bei technischen Problemen auf der Website www.graumarktinfo.de mailen Sie bitte hier unserem Webmaster

Weitere Online-Angebote des Verlagshauses G+J AG & Co KG

G+J Glossar, Partner-Angebote