Das Spiel ist aus
Viele Firmen, vor denen wir gewarnt haben, existieren nicht mehr. Denn nach der Berichterstattung befahl die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) die Abwicklung. Einige Initiatoren ergriffen offensichtlich die Flucht:
Nach der BAFin interessierte sich auch die Staatsanwaltschaft Fulda für Serkan Izmirlioglu, der als Deutsche Mentor für Finanzen e. K. (DMFF) firmierte. Izmirlioglu kam wegen des Verdachts des Betrugs in Untersuchungshaft. DMFF bot Anlegern an, sich über Genussscheine an der Entwicklung eines Derivate-Portfolios zu beteiligen. Insider schätzen das von DMFF akquirierte Volumen auf mehr als 30 Millionen Euro.
Via Internet wollten die HKA-Bank 1954 sowie die APM Investment Anlegergelder einsammeln. Die Versprechen waren zu schön, um wahr zu sein: HKA offerierte feste Zinsen von bis zu 10,24 Prozent. APM will in den vergangenen fünf Jahren hingegen 7,47 Prozent Rendite pro Monat mit „Professional Portfolio Management“ erzielt haben. Beide Gesellschaften besaßen hier zu Lande keine Zulassung für die angebotenen Geschäfte. Die BAFin ordnete daher die Rückabwicklung der Transaktionen mit deutschen Kunden an. Es ist jedoch weiterhin Vorsicht geboten: Einige Vermittler bieten immer noch Anlagen bei APM an, ohne dass sie oder APM eine Erlaubnis besitzen.
Das Weite haben wohl die Initiatoren der DIG Deutsche Investment Gruppe Ltd. sowie der Casino AG gesucht. Beide Firmen sind nicht mehr über ihre Webseiten zu erreichen. Die Casino AG offerierte Genussscheine, um mit dem Geld unter anderem Bilder aus einem echten Casino mit Croupiers und Original-Spieltischen ins Internet zu übertragen. Den Anlegern wurde eine Anlage mit einer „Gewinn- Zielvorgabe“ von 40 Prozent schmackhaft gemacht. Ebenso exotisch war das Angebot der DIG: Anlegern wurde eine Investition in das „qualitativ weltweit führende Tilapia-Fischzuchtprojekt“ in Paraguay offeriert. Der Effektivzins sollte bis zu 12,5 Prozent betragen.
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