Vorsicht Gefahr für ihr Geld
Im Jahr 2005 ausgezockt … Für einige Unternehmen, vor denen BÖRSE ONLINE gewarnt hat, ist das Spiel aus. Am spektakulärsten war der in den Medien breit diskutierte Zusammenbruch von Phoenix Kapitaldienst. Bei dem Finanzdienstleister wurde jahrelang nur ein Bruchteil der Kundengelder am Terminmarkt investiert. Gewinne wurden durch die Zuflüsse von Neukunden ausgezahlt. Den Wirtschaftsprüfern fiel nichts auf, bis es zu spät war. Der Fall gilt mit 30 000 Betroffenen und einem Schaden im dreistelligen Millionenbereich als eine der größten Finanzbetrügereien der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte.
Auch für den Deutschen Vermögensfonds I kam das Ende. Das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat den MSF Master Star Fund Deutscher Vermögenfonds I im Sommer 2005 gestoppt. Es untersagte dem Fonds, für den Prominente geworben hatten, das Finanzkommissionsgeschäft. Auch die Komplementärin DPM Deutsche Portfolio Management ist betroffen.
Mittlerweile wurde das Insolvenzverfahren über den Fonds eröffnet. Bei einer Gläubigerversammlung im November 2005 bezifferte der Insolvenzverwalter die Forderungsanmeldungen auf 36,9 Millionen Euro und die aktuell liquiden Mittel auf nur 5,2 Millionen Euro. Anleger müssen mit einem Verlust eines Großteils ihres investierten Geldes rechnen.
Im Fall der Scheinfirma APM Investment wurden im September Wohnungen in Baden-Württemberg und Brandenburg durchsucht und die Hauptakteure, ein 32- jähriger und ein 53-jähriger Deutscher, im Enzkreis und im Landkreis Heilbronn wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug verhaftet. Sie sollen 1300 Anleger um gut 16 Millionen Euro geprellt haben.
© 2006 boerse-online.de









Diesen Artikel bookmarken bei...