Caribean Marine
Vorsicht! Gefahr für ihr Geld
Die Aktien der Caribbean Marine Recovery Plc. (CMR), die ihren Sitz in Gibraltar hat, werden derzeit von einer „Deutschen Repräsentanz“ angeboten. Die Gesellschaft plant ein abenteuerliches Projekt und will angeblich mit der Suche nach Schätzen in Schiffswracks Geld verdienen. Bereits 1995 machte die Firma durch die Ankündigung ihres Börsengangs an den Londoner Markt Schlagzeilen. Damals sollten die Aktien noch zwei Dollar kosten.
Jetzt bietet eine zweifelhafte CMR-Vertriebsgesellschaft in Ratingen die Papiere für einen Dollar an. Von dieser Adresse aus wurden die Aktien bereits vor vier Jahren vertrieben. Allerdings firmierte die Gesellschaft damals noch als FCT Capital Trust GmbH und wurde von Robert Angus Wolff geführt. Zahlreiche Leserbeschwerden gingen bei BÖRSE ONLINE über diese Firma ein, da sie neben dem Versuch, die CMR-Pennystocks unters Volk zu bringen, auch Optionsgeschäfte zu unverschämt hohen Gebühren anbot. Pech für FCT-Kunden: Im Dezember 1998 wurde über die Gesellschaft das Konkursverfahren eröffnet. Auch mit der an der Ratinger Adresse ansässigen Thormann Haus- und Vermögensverwaltung mbH, die Reinhard Paul Wolff leitete, hatten Anleger wenig Glück. Sie berechnete ebenfalls exorbitant hohe Abwicklungsgebühren für Optionsgeschäfte und wurde am 27. Januar 1999 liquidiert. Zwei Tage später wurden in Ratingen die CMR Chemieprodukte GmbH in CMR GmbH umbenannt und der Gesellschaftszweck geändert. Auch diese Firma leitet Reinhard Paul Wolff als Geschäftsführer. Wieder werden die Aktien über Telefon angeboten und als äußerst lukratives Investment dargestellt. Der öffentliche Verkauf ist in Deutschland jedoch überhaupt noch nicht zulässig. Denn die notwendige öffentliche Anzeige wurde bisher noch nicht veröffentlicht.
Die Umstände der Aktienemission sind nebulös. Wir halten es für möglich, daß die Imitatoren mit den Anlagegeldern abtauchen, anstatt jemals mit historischen Schätzen aufzutauchen.
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