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16:45, 23.05.03


DG Deutsche Grundbesitz AG

Zeichnungspreis entspricht nicht dem Wert




Die in Frankfurt am Main ansässige DG Deutsche Grundbesitz AG bietet derzeit ihre Aktien feil. Der Preis liegt bei stolzen 200 Euro je Papier und das, obwohl Altgesellschafter und Aufsichtsrat Dennis Beug bei der Gründung im Frühjahr des vergangenen Jahres nur einen Euro pro Anteil zahlen musste. Dass sich die Verantwortlichen dieses Missverhältnisses bewusst sind, geht aus dem „Emissionsprospekt Nr. 1“ hervor. Auf Seite 17 heißt es, dass der Anleger den Wert einer Aktie nicht gleichsetzen darf „mit dem wesentlich höheren Zeichnungspreis, zu dem er die Aktie erwirbt.“ Oben drauf sollen die Zeichner noch ein Agio von 87,50 Euro pro Aktie berappen.

Exorbitante Gebühren sollten Dennis Beug nicht fremd sein. Das ergibt zumindest ein Blick in unser Archiv: Die in Zürich ansässige Bloomfield Consulting AG, an der Beug 33 Prozent hielt, verspielte für einen Anleger in nur drei Monaten 1,2 Millionen Mark und berechnete hierauf 0,9 Millionen Mark an Gebühren. Unter diesen Umständen können wir von einer Zeichnung der Aktien der DG Deutschen Grundbesitz nur abraten.

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