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16:53, 07.02.04


DKM Vermögensverw. AG

Kaum Erfolg versprechend



Eine alte Radfahrerweisheit gilt in diesen Tagen auch für die Hedgefondsbranche: „Im Windschatten fährt es sich am Besten“. Während bislang kein einziger Hedgefonds in Deutschland offiziell zugelassen ist, bieten mehrere Firmen Genussrechte oder Genussscheine an, die Hedgefondsportfolios widerspiegeln.

Solche Produkte offeriert die in Kleinostheim bei Aschaffenburg ansässige DKM Vermögensverwaltung AG. Bereits ab 1000 Euro können Anleger Namens- Genussrechte des Typ A und B zeichnen. Inhaber-Genussscheine des Typ C gibt es erst ab 50 000 Euro. Die Grundverzinsung beträgt beim Typ A zehn Prozent und bei Typ B und C 15 Prozent.

Um diese extrem hohen Renditen zu erzielen soll das Geld der Investoren zu 77,3 Prozent in gemanagte Derivate-Portfolios angelegt werden. Die restlichen 22,7 Prozent des Kapitals will DKM laut Emissionsprospekt vom Juli 2003 in eine „Diversifikationskomponente“ investieren. Hierdurch soll eine „Kapitalrückzahlungsvorsorge“ getroffen werden. Diese soll erreicht werden, indem die DKM Vermögensverwaltung AG den Anteil von 22,7 Prozent in „Anleihen staatlicher oder privatwirtschaftlicher Emittenten“ investiert. Die Aufzinsung auf 100 Prozent soll „bei einer durchschnittlichen Nettorendite von 16 % p.a.“ nach voraussichtlich zehn Jahren erreicht werden.

Nachgefragt, wie sich eine derartig hohe Rendite erzielen lässt, teilte DKM uns mit, dass es sich um Anleihen mit einer festverzinslichen Komponente sowie einer Überschussbeteiligung handle. Weiter heißt es: „Als Underlaying der verwendeten Medium Term Notes sind diverse Hedge Funds zur Anwendung gekommen“.

Nicht nur wegen der unrealistisch hohen Renditeprognosen sollten sich Anleger gut überlegen, ob sie das Angebot annehmen: Denn laut DKM dürfte sich das „finale Anlagevolumen“, das erst mit Veröffentlichung der Bilanzen im März 2004 bekannt gegeben wird, bei einer Zeichnungssumme von rund fünf Millionen Euro bewegen. Im Prospekt schreibt DKM jedoch, dass für den Zugang zu gemanagten Derivate-Portfolios liquide Mittel von mindestens 20 Millionen Euro erforderlich seien. Weiter heißt es: „Für die Umsetzung der Anlagestrategie ist somit der Aufbau eines entsprechenden Gesellschaftsvermögens erforderlich.“

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