Kreditkartendaten
Finanzministerium missbraucht
Von Brigitte WatermannWer freut sich nicht über eine Steuererstattung? Ganze Heerscharen von Finanzberatern werben schließlich damit, dass man mit ihren Produkten, ganz besonders mit ihren, unglaublich viel Steuern sparen kann. Dass dem dann später meist nicht so ist, erfährt der Verbraucher dann ja noch früh genug. Um so schöner ist es doch, wenn man vom Bundesfinanzministerium höchst selbst eine E-Mail bekommt, die einem einen Anspruch auf Steuererstattung in Aussicht stellt. Doch leider gilt auch hier: Ein per E-Mail in Aussicht gestellter Geldsegen ist leider doch nur ein Abzockversuch.
Das Bundesfinanzministerium warnt nämlich mittlerweile ganz offiziell vor E-Mails, die unter dem Absender "DIENST@bundesfinanzministerium.de" an Bürger versandt wurden und die die Mitteilung enthielten, dass die Empfänger Anspruch auf eine Steuererstattung hätten. „Die betroffenen Bürger werden in betrügerischer Absicht gebeten, in einem mit der E-Mail versandten Formular ihre Kreditkartendaten anzugeben und das Formular zurückzusenden“, schreibt das Ministerium und stellt klar, dass weder es selbst, noch die Steuerverwaltungen der Länder der Absender seien.
Anrufe von vermeintlichen Finanzamtsmitarbeitern
Mit der Spam-E-Mail werde versucht, in betrügerischer Weise Kreditkartendaten von Bürgern auszuspähen und diese illegal zu verwenden. Wie bei anderem Mail-Müll auch gilt auch hier: Mail ignorieren und ab in den Papierkorb damit.
Ältere, nicht ganz so mit dem Internet vertraute Leute dagegen erhalten dagegen in jüngster Zeit zumindest im Bereich der Oberfinanzdirektion Koblenz Telefonanrufe, in denen sich ein vermeintlicher Mitarbeiter des Finanzamts meldet und versucht, Kontodaten in Erfahrung zu bringen. Auch hier gilt: Bei Anruf Abzocke.
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