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15:57, 01.03.10


Lastschriftbetrug

Ein billiger Trick

Von Markus Hinterberger

Mit Überweisungen über einen Cent an zufällige Zahlenreihen spähen Betrüger Bankverbindungen aus und buchen munter ab. Betroffene sollten wachsam sein und regelmäßig ihre Kontoauszüge studieren.

Wer seine Kontoauszüge regelmäßig prüft, ist vor unangenehmen Überraschungen sicher.

© dpa
Wer seine Kontoauszüge regelmäßig prüft, ist vor unangenehmen Überraschungen sicher.

Mal eben schnell Geld überweisen, dauert meistens doch ein paar Tage. Doch das soll sich dank der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie bald ändern. Bis 2012 sollen Überweisungen und Lastschriften binnen eines Tages abgewickelt sein. Seit Ende Oktober 2009 werden Daten elektronisch erfasst und der zeitaufwändige Abgleich zwischen Kontonummer und Inhaber entfällt. Was schnell und günstig geht, hat aber auch seine Tücken, denn wo aus Gründen der Effizienz nicht mehr so genau hingeschaut wird, tun sich Lücken auf, die Betrüger konsequent ausnutzen. So ist ein Leichtes, mit einer Überweisung von einem Cent, an eine zufällige Zahlenfolge zu testen, ob es ein Konto mit dieser Nummer gibt. War die Überweisung erfolgreich, können Betrüger unbehelligt Geld vom Konto abbuchen. Die EU-Richtlinie machts möglich.

Verbraucherschützer und Bankenverband raten Kunden, regelmäßig ihre Kontoauszüge zu überprüfen. Auffällige Abbuchungen, können binnen sechs Wochen, nachdem sie gebucht wurden, rückgängig gemacht werden. Ein kurzer Hinweis an die Bank reicht. Sind die sechs Wochen verstrichen, wird es etwas komplizierter, denn dann muss der Kunde nachweisen, dass er der ominösen Adresse, die sich an seinem Konto bedient hat, keine entsprechende Einzugsermächtigung erteilt hat. Dieser Streit kann sich bis vor Gericht hinziehen. Die meisten Einzugsermächtugungen – wie etwa das Abonnement einer Zeitung – liegen ohnehin in schriftlicher Form vor. Insgesamt bleiben Geschädigten 13 Monate Zeit, ab dem Tag, an dem das Geld vom Konto verschwunden ist.

Vorsorglichen Schutz gegen diese Form des Lastschriftbetrugs gibt es nicht, es ist vielmehr dem Zufall überlassen, mit welcher Kontonummer die Gauner ihr Unwesen treiben. Laut Bankenverband handle es sich zwar nicht um ein Massenphänomen, dennoch sei Vorsicht geboten. „Wer alle zwei Wochen, seine Kontoauszüge überprüft, ist auf der sicheren Seite“, heißt es beim Bankenverband.

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