Nigeria-Connection
Betrüger warnen vor sich selbst
Von Renate Daum
Nigeria
Die erste E-Mail gleicht den üblichen Vorkassebetrugsversuchen: Angeblich informiert die nigerianische Zentralbank über ein Millionenerbe, in Großbuchstaben und kruden Formulierungen. Um zehn Millionen Dollar geht es, und die Bank braucht nur noch die persönlichen Daten, um die Zahlung durchzuschleusen, so die altbekannte Masche. Doch diesmal folgt eine gute Stunde später eine weitere E-Mail, wieder angeblich von der nigerianischen Zentralbank.
Abzocker listen akribisch die Abzockmerkmale auf
Sie erinnert an die „Beipackzettel“ aufgetreten so wie sich das Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner vorstellt. Denn darin sind die Risiken deutlich dargelegt. Die Abzocker erläutern, welche Elemente in der ersten E-Mail darauf hindeuteten, dass es sich um Vorkassebetrug handele.
Warum aber warnen die Abzocker vor sich selbst? Sie nennen eine Kontaktadresse, an die man sich bei Fragen wenden solle. Wer das tut, gibt persönliche Daten preis und präsentiert sich damit als mögliches Opfer für weitere Abzockversuche.
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