Vorkassebetrug
Gold direkt ab Mine zu verkaufen
Von Renate DaumAls die Finanzkrise ganz Deutschland verunsicherte, kamen die Goldhändler gar nicht mehr mit ihren Lieferungen nach. Tausende sorgten sich um ihr Erspartes und orderten das Edelmetall. In einigen Fällen wurden nicht einmal mehr Bestellungen für Barren und Münzen angenommen.
Falls die Inflationsangst wieder steigt, könnte es erneut zu Engpässen kommen. Da wäre es doch gut, einen direkten Draht zu den Produzenten zu haben, hat sich sicherlich so manch Besorgter gedacht. Genau das bietet nun ein George Yeboah aus Ghana an. In seiner E-Mail stellt er sich als Repräsentant einer Gruppe lokaler Goldminenbetreiber mit eigener Minengesellschaft in Accra, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, vor.
Dürftige Informationsbasis
Die Betreiber suchten nach Käufern für ihren Goldbestand in Ghana, Europa und den USA, schreibt George. Er nennt nicht einmal den Firmennamen oder Informationen, die eine Überprüfung seines Angebots ermöglichen würden. Wer sich darauf einlässt, wird vorab zur Kasse gebeten – und bekommt mit großer Wahrscheinlichkeit weder Gold – noch sein Geld zurück. Dann ist es sogar noch schneller weg als durch hohe Inflationsraten.
© 2009 boerse-online.de, © Bild: AFP









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