Es gibt ein Firmengeflecht, das seit Jahrzehnten als Blaupause für Graue Stars dient. Es machte mit dem ersten Dachfonds der Geschichte Furore, war später einer der größten Fondsverwalter der Welt und legte einen Abgang hin, bei dem die Welt den Atem anhielt. »
Die Devisengeschäfte bei der Kölner Privatbank Herstatt laufen hervorragend. "Geldanlegen darf kein Glücksspiel sein" lautet der damalige Werbeslogan von Herstatt. Doch Chefdevisenhändler Dattel verschätzt sich.»
In einem verworrenen Firmengeflecht wird aus dem Millionen-Grab der westdeutschen Konsumgesellschaften die profitable Co op AG - und Bernd Otto zu einem der bestbezahlten Manager Deutschlands. Bis der Schwindel 1988 auffliegt.»
Manche Dinge sind einfach nicht klein zu kriegen: So lange es Menschen gibt, die fest davon überzeugt ist, dass der „kleine Mann“ regelmäßig von den bösen Großen ausgebeutet wird, wird auch die Idee des European Kings Clubs nie ganz sterben. »
Im Krimi heißt es so schön: Die meisten Täter kehren früher oder später an den Ort des Geschehens zurück. Bei manchen Grauen Stars ist es genauso. Es gibt nämlich ein paar alte Bekannte in der Szene - Günter Wagner ist einer davon. Sein mächtiges Firmenimperium, die Hanseatische Aktiengesellschaft (HAG), ging 1997 spektakulär pleite.»
Das Geld, das Benedikt Symeonidis so gerne ausgab, stammte aus der Gesellschaft für Geld und Kapitalverkehr (GGK) mbH, die er „systematisch ausplünderte“, wie die Münchner Staatsanwaltschaft später schreibt. »
731 Gewinner, 2240 Verlierer. So endet die Geschichte über die Commodity Trading Service GmbH, kurz CTS. Sie alle hatten auf Gewinne von bis zu 60 Prozent im Jahr gehofft. Mit Traumrenditen durch Warentermingeschäfte in den USA. Steuerfrei. Wie es Claude Keiser ihnen versprochen hatte. »
Um große Worte waren die WABAG und ihre Tochterunternehmen nie verlegen: "Ein Beitrag zum Weltfrieden" sollte etwa das Geschäft der Tochterfirma Trentec AG sein. So stand es im Prospekt, mit dem die ostdeutsche WABAG-Tochter 1996 warb. »
Keiner weiß, wie viele Jahre die dunklen Geschäfte noch weitergelaufen wären, wenn es nicht diesen Unfall gegeben hätte. Kurz vor Ostern 2004 stürzte der Chef der Phoenix Kapitaldienst GmbH, mit seinem Privatflugzeug ab. Danach brach seine Firma zusammen.»
Könnte sein, dass der Fall AMIS zum europäischen Präzedenzfall wird. Zum Fall von besonders trauriger Gestalt ist er schon geworden. Er ist ein Beispiel dafür, wie sich eine Unternehmensgruppe aufsetzen lässt, die - auch zwei Jahre nach dem Kollaps - vor dem Zugriff durch Behörden bestmöglich geschützt ist.»
Es waren ein paar unbedachte Buchungen. Aber sie reichten, um einen Milliardenkonzern zu vernichten. Als der Telekommunikationsanbieter WorldCom zusammenbrach, bebte die New Yorker Börse. Und nicht nur die. Die Pleite ließ 180 Milliarden US-Dollar in Rauch aufgehen.»
Diese Pleite stellte jedenfalls alles in den Schatten, was Anleger bis dahin gesehen hatten. Der Zusammenbruch der Göttinger Gruppe überflügelte sogar noch die Luftnummer der Phoenix Kapitaldienst, die bisher als größter Finanzskandal der Nachkriegsgeschichte galt.»