Dieter Behring - Redsafe-Bank
Code-Knacker der Börse
Von Sabine Gusbeth*vermutlich 1955
Mit seinem computergestützten Handelssystem habe er den Code der Börse geknackt. Sein Vermögen stamme allein aus den Lizenzgebühren des von ihm entwickelten Börsenhandelssystems. So lautet Behrings Version. Die Schweizer Bundesanwaltschaft verdächtigt Behring Gelder verschoben zu haben. Von bis zu 1,2 Milliarden Franken Kundengeldern ist die Rede.
Eine Flasche Château Pétrus aus dem Jahr 1947 für 28.000 Franken bei einem Abendessen in einem Londoner Nobelrestaurant bei dem am Ende 100.000 Schweizer Franken auf der Rechnung stehen. Als die Sunday Times im April 2004 darüber berichtet und Schweizer Zeitungen das Thema aufgreifen, ist Dieter Behring für viele Schweizer ein Unbekannter. Doch zu diesem Zeitpunkt ist der Wahl-Basler bereits Multimillionär. Gemeinsam mit seiner Frau Ruth versteuere er ein Vermögen von 450 Millionen Franken, erteilt Behring im Interview bereitwillig Auskunft.
Für 35 Millionen baut er in der Baseler Innenstadt ein Altstadthaus zu einem luxuriösen Wohn- und Bürogebäude um. Vor dem Haus lässt sich das Kopfsteinpflaster absenken, wenn Behring mit seinem schwarzen
Porsche 911 in die Tiefgarage fahren will. Überhaupt scheint schwarz die Lieblingsfarbe des 2-Meter-Hünen zu sein. Er ist stets schwarz gekleidet. Schwarzer Pulli, schwarzes Jackett, schwarze Hose. Sogar seine Brille hat einen schwarzen Rand.
Mit einem computergestützten Handelssystem verdient er die Millionen. Mit den Lizenzgebühren für das von ihm entwickelte Börsenhandelssystem macht er 2003 einen Gewinn von 70 bis 80 Millionen Franken. So lautet Behrings Version.
© 2008 boerse-online.de, © Bild: Oliver Schuck









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