Nick Leeson - Startrader bei Barings
Ein Mann sprengt die Bank
Von Nadine Oberhuber*1967
Er sieht jetzt ganz anders aus als früher. So gereift. Aus den wenigen Haaren von damals ist eine Glatze geworden und er schreibt jetzt Bücher darüber, wie man mit Stress umgeht. Einst galt er als Wunderkind der Finanzbranche.
Schon in jungen Jahren wickelt Nick Leeson bei der britischen Barings Bank – einer der feinsten Adresse des Finanzbusiness – Deals ab, von deren Höhe andere nur träumen. Der ehrgeizige junge Mann arbeitete sich schnell nach oben. Er kam aus einfachem Hause. Seine Mutter war früh gestorben und der Vater arbeitete als Stukkateur.
Das Unheil nimmt seinen Lauf
Aber Nick wollte höher hinaus. Er begann in den 80er Jahren nach seiner Banklehre als kleiner Angestellter bei der königlichen Bank Coutts, wechselt dann in ein paar andere Jobs bei weiteren Banken und heuert schließlich 1989 bei der Barings Bank an. Hier macht er schnell Eindruck und wird auf den Händlerflur berufen. Und schon 1990 schickt ihn die renommierte englische Bank nach Hongkong, wo er helfen soll, bei einer Tochterfirma das Asiengeschäft aufzubauen. Doch damit nimmt das Unheil seinen Lauf.
In Windeseile steigt Leeson auf. Zuerst ist er Chef eines vierköpfigen Teams, das sich um Buchhaltungsprobleme kümmern soll. Es gelingt ihm auch, die Wertpapieraußenstände der Bank zu reduzieren und Forderungen von Dritten einzutreiben.
© 2008 boerse-online.de, © Bild: dpa









Diesen Artikel bookmarken bei...