Geschlossene Fonds
Lizenz zum Bauernfang
Von Renate Daum
© www.lizenzzumbauernfang.de
Stefan Loipfinger
Fünfzehn Jahre lang hat der Fachjournalist Stefan Loipfinger in einem „monetären Minenfeld“ gearbeitet, wie er es selbst beschreibt. Er analysierte auf eigene Faust offene Immobilienfonds und Geschlossene Fonds. Bei schockierend vielen Angeboten schrieb er anschließend einen Verriss, wobei er mit deutlichen Worten nicht sparte. Das brachte ihm jede Menge Anfeindungen der Betroffenen ein, die nicht selten auch Anwälte auf ihn hetzten. In seinem Buch „Lizenz zum Bauernfang“ schildert er zahlreiche Anekdoten, wie auf seine Arbeit reagiert wurde – oder auch nicht. Denn auch die Aufsichtsbehörde Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bekommt ihr Fett ab.
Kapitel für Kapitel reiht sich ein Skandalfall an den anderen, Falk, Fundus, VIP.... Dabei geht es oft um viele Millionen oder sogar Milliarden. Hat er da die wenigen Problemfälle aufgebauscht? Leider nein, er deckt nicht einmal alle Reinfälle für Anleger ab, die in den vergangenen 15 Jahren ans Licht kamen. „Zwei Drittel der Anbieter sind unseriös. Zählt man noch die Dilettanten hinzu, bleibt noch jeder fünfte Initiator als brauchbar übrig“, schätzt er mit Blick auf die Geschlossenen Fonds. Er prangert an, dass so gut wie jeder ein solches Produkt anbieten darf, selbst wenn er wegen einschlägiger Vorstrafen gerade im Gefängnis saß. Loipfinger schildert die oft hochkomplexen Probleme so einfach wie möglich, verkürzt viele Fachfragen auf wenige Zeilen. Dafür nennt er viele Namen von Personen und Unternehmen, die ihm bei seiner Arbeit begegnet sind. In einem Interview, das in Kürze erscheinen wird, nimmt der Autor selbst Stellung dazu.
Titel: Lizenz zum Bauernfang. Die Selbstbereicherungsstrategien der Fonds-Manager und das Versagen der Finanzkontrolleure
Autor: Stefan Loipfinger
Seitenzahl: 301
Verlag: Eigenverlag
Erschienen: 2008
ISBN: 978-300-026-412-2
Preis: 24,90 €
© 2008 boerse-online.de, © Bild: www.lizenzzumbauernfang.de









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