Abzockmethoden
Betrügerische Bezahl-Dienste
Der Boom beim Internethandel hat dieser Masche enormen Auftrieb beschert. Wer über das Web Ware bestellt und bezahlt, will sichergehen, dass der Verkäufer liefert. Wer etwas verkauft, ist darauf angewiesen, dass der andere zahlt. Es gibt daher Bezahl-Dienste, die Zahlungen entgegennehmen und erst an den Verkäufer freigeben, wenn der Käufer den Empfang des Bestellten bestätigt. Das ist eine sinnvolle Sache. Geld lockt nur unweigerlich Betrüger an, und so wurden etliche Fälle betrügerischer Bezahl-Dienste bekannt. Oft stecken die „Geschäftspartner“ des Opfers mit dem unseriösen Dienst zusammen.
Das sind Warnzeichen: Die Adresse oder Telefonnummer existieren nicht. Es geht immer der Anrufbeantworter an, Emails werden nicht beantwortet. Zur Überweisung wird ein Geldtransfersystem wie Western Union statt eines Bankkontos verwendet. Mehrere Bezahl-Dienste verwenden dieselbe Zugangsnummer.
Das System funktioniert auch umgekehrt: Verkäufer schicken eine wertvolle Ware im Vertrauen, ihr Geld über den Bezahl-Dienst zu erhalten. Es wird aber nie ausgezahlt, und die Ware ist weg.
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