Abzockmethoden
Penny Stocks
Penny Stocks sind Aktien, die nur einen geringen Kurs haben. Manchmal beträgt er nur wenige Cent. Der optisch niedrige Kurs von Penny Stocks verleitet viele ahnungslose Anleger zu Investitionen in nahezu wertlose Unternehmen. Negativ ist schon allein die meist hohe Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskursen an der Börse. Prozentual ist bei solchen Werten der Anteil der Gebühren höher als bei den Aktien großer Konzerne.
Noch viel schlimmer aber ist die leichte Manipulierbarkeit der Kurse. Viele Unternehmen von Penny Stocks haben einen Börsenwert von wenigen Millionen Dollar, nur wenige Stücke werden gehandelt. Steigt die Nachfrage, treibt das die Kurse marktenger Titel schnell in die Höhe. Wer sich bei niedrigen Kursen eindeckt und die Papiere dann mit einer reißerischen Story anpreist, kann seine Stücke leicht zu höheren Kursen verkaufen.
Den Opfern gehen erst dann die Augen auf, wenn sie ihre Anteilscheine verkaufen wollen. Dann findet sich nämlich meist kein Käufer, da die Nachfrage für die nahezu wertlosen Papiere fehlt. Folglich stürzt der Kurs in die Tiefe. Graumarkthaie verdienen an wertlosen Aktien also gleich zwei Mal: Zum einen an der satten Provision und zum anderen am kräftigen Anstieg der Titel. Anfällig für Manipulationen sind vor allem Aktien, die in wenig regulierten Börsensegmenten notieren, wie dem Open Market (Freiverkehr) in Deutschland und dem OTC-Bulletin Board in den USA.
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