Abzockmethoden
Schrottimmobilien
Immobilien sind krisensicher. Dieser Irrglaube lässt sich in Deutschland offenbar nicht ausrotten. Denn nur wenige Jahre nach dem Riesendebakel mit Schrottimmobilien sind wieder verstärkt Anbieter mit überteuerten Wohnungen zur Vermietung unterwegs. Sie schwatzen Anlegern die Objekte zum Teil mit Hilfe vermeintlicher Rundum-Sorglos-Pakete auf, die selten halten, was sie versprechen. "Diese alte Masche kommt wieder ganz groß in Mode", sagt der Berliner Anwalt Jochen Resch. Opfer sind oft Personen ohne Ortskenntnis, die sich nicht die Mühe machen, das Objekt zu besichtigen und nichts über den lokalen Markt wissen.
Zum Teil werden dabei Mietgarantien vereinbart. Das wiegt die Käufer in falscher Sicherheit. Denn zum einen zahlen sie sich die Mietgarantie im Prinzip selbst über einen höheren Kaufpreis. Zum anderen nutzt die beste Mietgarantie nichts, wenn die Garantin zahlungsunfähig wird. Außerdem sind solche Übereinkünfte zeitlich begrenzt. Nach Ablauf der Garantiezeit droht das böse Erwachen, wenn die Renditerechnung nicht aufgeht. Zahlreiche Käufer gerieten in die Überschuldung.
Auch Zeichner Geschlossener Immobilienfonds müssen sich in Acht nehmen. Oft ist ein Ausstieg aus einem solchen Investment schwierig, vor allem bei notleidenden Fonds. Daher sind die Anleger empfänglich für Kaufofferten. Müssen die Anleger aber vor der Übernahme der Anteile etwas bezahlen, ist höchste Vorsicht angebracht. Ein solches Vorgehen ist typisch für Vorkassebetrug, bei dem die Geprellten nach der Zahlung nie die vereinbarte Leistung erhalten. "Solche Angebote gehören nicht nur in den Papierkorb, sondern auch zum Staatsanwalt. Wer weiß, wie viele Immobiliengeschädigte darauf schon hereingefallen sind", erklärt der Anwalt Peter Mattil aus München.
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