Trendmasche des Jahres 2007
Abzocke im Rückenwind der Börsen
Der Lockruf der Börsen erschallt wieder. Wenn sich Leitindizes wie DAX und DOW in Deutschland und in den USA auf Rekordjagd machen, dann schlägt das Herz all derjenigen höher, die Aktien verkloppen oder zumindest empfehlen. Denn das Potenzial des künftigen Überfliegers, dessen Papiere gerade im Visier beziehungsweise im Angebot sind, lässt sich einfach viel überzeugender darstellen, wenn auch an den etablierten Börsen was los ist. Konjunktur hatte in diesem Umfeld wieder das Anpreisen sehr kleiner, marktenger Titel, deren Kurs nach einer Drehung im Empfehlungskarussell verschiedener Börsenbriefchen, Newsletter und Chatforen seltsamerweise und völlig unerklärlich wieder einbricht. Schön war das Schema bei russischen Rohstoffklitschen zu sehen, die der Börsengaucho Markus Frick seiner Herde zum Fraß vorwarf. Als einige missgünstige Journalisten, zum Beispiel von BÖRSE ONLINE, darüber berichteten, dass einige seiner Leckerli vor allem aus heißer Luft bestanden, verlor er seine Freakshow im Fernsehen. Gut dabei waren aber auch die Anbieter von Aktien, bei denen ein Listung noch lange nicht in Sicht war. Wer ganz früh bei Microsoft eingestiegen ist, wäre ja auch heute locker Millionär. Nur schade, dass es die wenigsten Unternehmen, deren Anteilsscheine außerbörslich vertrieben werden, jemals den Sprung auf den Kurszettel einer Börse schaffen.
© 2007 boerse-online.de, © Bild: dpa









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